Schwerin-Lokal

Britisches Pfund nach Brexit weiter unter Druck

Schwerin, 17.01.2017 (anz). Durch den sich ankündigenden Brexit kommen auf die Anleger turbulente Zeiten zu. 

 

BREXIT

 

23.Juni 2016: Die Briten stimmen für den Austritt aus der Europäischen Union. Auch wenn bislang noch kein Austrittsbegehren eingereicht wurde, hat sich Theresa May, die britische Premierministerin, bereits mehrmals zum „Brexit“ geäußert. Ihre Äußerungen waren es auch, die das Pfund Sterling abermals geschwächt haben. Das Pfund Sterling verlor einen US-Cent – derzeit liegt die britische Währung bei 1,2181 US-Dollar. Das ist der niedrigste Wert seit gut zweieinhalb Monaten.

 

Kommt es zum „harten Brexit“

 

Die Briten wollen aus der EU, jedoch kaum auf Vorteile des EU-Binnenmarktes verzichten. Ob diese Vorstellungen auch der Realität entsprechen? Wenn es nach Theresa May geht, wird es einen „harten Brexit“ geben. So hält die Premierministerin an den Zuwanderungsplänen fest. Die Folge? Marktturbulenzen. Das britische Pfund ist – gleich zu Beginn der Handelswoche – wieder einmal unter Druck geraten. Es waren, so die Marktteilnehmer, die Äußerungen von May, die angekündigt habe, in den nächsten Wochen genaue Details zum EU-Austritt preisgeben zu wollen.

 

„Wir treten aus“

 

„Es wird immer wieder davon gesprochen, dass wir die EU verlassen, aber noch irgendwelche Teile der Mitgliedschaft behalten möchten“, so Therese May gegenüber Sky News. „Das ist nicht richtig. Wir werden die EU verlassen. Wir treten aus der EU aus“. Richtig sei aber, dass man den „bestmöglichen Deal“ – vor allem bei den Handelsbeziehungen – anstreben werde. May wiederholte auch ihre früheren Aussagen: Großbritannien wird wieder seine Grenzen kontrollieren und neue Bestimmungen für Zuwanderer erlassen. Ob das auch eine begrenzte Einwanderung bedeuten werde? Eine Frage, die May nicht beantworten wollte. „Die Pläne werden in den nächsten Wochen präsentiert. Dann werden alle Fragen beantwortet werden“, so die britische Premierministerin.

 

Verlieren die Briten den Zugang zum Binnenmarkt?

 

Doch die Marktteilnehmer und Devisenhändler kann das nicht beruhigen. „Wir befürchten ein Fiasko. Diese Furcht kann uns erst genommen werden, wenn die Regierung eine überzeugende Strategie präsentiert hat“, so ein Finanzexperte. Vor allem sei die „angestrebte Zuwanderungskontrolle“, die – so May – eine Linie sei, über die „gar nicht verhandelt werden kann“, ein Pulverfass. Insider gehen davon aus, dass der Brexit automatisch dazu führen werde, dass der Zugang zum Binnenmarkt verloren wird.

 

Überwiegen die Vor- oder Nachteile?

 

Geht es nach den führenden EU-Politikern, müssen die Briten weiterhin den freien Personenverkehr mit der Europäischen Union erlauben – nur so kann ein Zugang zum zollfreien Binnenmarkt gewährleistet bleiben. Auch in Großbritannien haben viele Menschen die Angst, dass der Brexit nun doch mehr Nachteile als Vorteile bringen werde. Auch britische Politiker haben bereits anklingen lassen, dass die Mitgliedschaft im Binnenmarkt entscheidend für die heimische Wirtschaft sei. „Leave Means Leave“, eine britische Pro-Brexit-Initiative, begrüßte hingegen die Aussagen der Premierministerin. „Auch wenn wir aus dem Binnenmarkt austreten, können wir weiterhin mit der EU verhandeln und den Zugang zum Binnenmarkt erhalten“, so der Sprecher der Initiative.

 

Auf die Anleger kommen turbulente Zeiten zu

 

Anleger müssen sich auf turbulente Zeiten einstellen. Der endgültige Brexit rückt näher – die Auswirkungen sind noch nicht absehbar, wobei Insider davon ausgehen, dass die „Wunschvorstellungen der Briten“ keinesfalls erfüllt werden können.

 

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