Schwerin-Lokal

Videoüberwachung: Kameras am Marienplatz kommen später als geplant

Schwerin, 15.06.2017 (red/sr). Der geplante Termin für die Installation von Überwachungskameras am Marienplatz ist nicht zu halten. Gerade erst konnte das Ausschreibungsverfahren gestartet werden. Ob eine Überwachung des Marienplatzes noch in diesem Jahr kommen wird, das ist im Moment völlig unklar.

Von Stefan Rochow

Der Marienplatz ist in der Vergangenheit immer wieder ein Ort gewalttätiger Auseinandersetzungen gewesen. Eine geplante Videoüberwachung des Platzes verzögert sich nun aber. (c) BCM Center Management GmbH

Zum Sommerbeginn sollte die Testphase der Videoüberwachung auf dem Marienplatz beginnen. So zumindest der Beschluss der Schweriner Stadtvertretung im Januar. Das ist nun aber in weite Ferne gerückt.

Laut einem Bericht von NDR ist nun aber noch nicht einmal klar, ob die Videokameras noch in diesem Jahr kommen werden. Grund für die Verzögerung ist das Vergabe verfahren, das erst jetzt gestartet werden konnte, da es laut Polizeipräsidium bis jetzt gedauert hat, die technischen Anforderungen zu prüfen und den rechtlichen Rahmen zu prüfen.

 

Unklar ob Kameraüberwachung noch in diesem Jahr kommt

 

Die Suche nach einem Anbieter wird sich jetzt mindestens drei Monate hinziehen. Erst wenn eine entsprechende Firma den Zuschlag durch die Stadt erhalten hat, kann diese die entsprechende Technik bestellen und die Kameras am Marienplatz installieren. Wenn alles gut geht, wird es erst im Herbst Kameras am Marienplatz geben. Sowohl Polizei als auch Stadtverwaltung möchten sich bei der Nennung eines Zeitpunktes allerdings nicht festlegen. Ausgeschlossen kann im Moment nicht werden, dass die Videokameras in diesem Jahr gar nicht mehr installiert werden. Die Stadtverwaltung hat noch nicht entschieden, ob die geplante sechsmonatige Testphase jetzt über den Winter gestartet wird.

 

Die Stadtvertretung hatte am Jahresanfang die Installation von Überwachungskameras am Marienplatz beschlossen, nachdem es dort immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen gekommen war. Da die Installation nicht unumstritten gewesen ist, einigten sich die Stadtvertreter damals auf eine Testphase von sechs Monaten. Kritiker der Videoüberwachung befürchten, dass sich die Gewalt nach der Kamera-Installation lediglich in andere Bereiche der Innenstadt verlagern könnte.

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