Schwerin-Lokal

Karstadt-Straße jetzt mit Hinweistafel zum Namenspatron

Schwerin, 04.04.2017 (red/pm). Rudolph Karstadt gehört zu den vergessenen Söhnen unserer Stadt. Kaum einer weiß, was der Gründer des modernen Einzelhandels mit der Landeshauptstadt zu tun hat. 

 

 

Was hat der Kaufhausunternehmer Rudolph Karstadt mit Schwerin zu tun? Das wollten viele Gartenstädter vom Ortsbeirat wissen, nachdem Ende 2016 die Verbindungsstraße zwischen Ludwigsluster Chaussee und Mettenheimer Straße nach dem Begründer des modernen Einzelhandels benannt wurde. Deshalb hat der städtische Eigenbetrieb SDS  in der vergangenen Woche auf Initiative und finanziert vom Ortsbeirat Gartenstadt/Ostorf ein sogenanntes Straßenzusatzschild mit Informationen zum Namenspatron der Straße angebracht, eine Premiere in der Landeshauptstadt.

 

Rudolph Karstadt verbrachte seinen Lebensabend in Schwerin

 

Rudolph Karstadt wurde 1856 in Grevesmühlen geboren und starb 1944 in Schwerin. In Wismar eröffnete er 1881 das Stammhaus des späteren Karstadt-Konzerns. „In Schwerin erlernte er auch die Kaufmannskunst bei seinem Vater. In der Schmiedestraße führte er vor mehr als 100 Jahren eines seiner vielen Kaufhäuser. Seinen Ruhestand verbrachte er dann wieder in Schwerin – in der Graf-Schack-Allee. Sein Grab befindet sich auf dem Alten Friedhof“, so der Ortsbeiratsvorsitzender Daniel Meslien beim Ortstermin mit SDS-Mitarbeiter Thomas Warncke. Der Ortsbeiratsvorsitzende freut sich, dass die Stadtverwaltung erstmals von der Möglichkeit Gebrauch gemacht hat, an einem Straßennamensschild nähere Erläuterungen anzubringen. Und er wirbt dafür, diese Möglichkeit auch anderswo zu nutzen:

 

„Sofern entsprechende Spender vorhanden sind, ließen sich diese Hinweistafeln laut Stadt auch an anderen Straßen in Schwerin realisieren“, so Meslien.

 

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