Schwerin-Lokal

Nächster Rohrbruch bei Intown

Schwerin, 08.06.2017 (red/hk). Am vergangenen Dienstag kam es in einem Intown-Block wieder zu einem Wasserrohrbruch. Eine Notrufnummer war den Mietern nach ihren Angaben nicht bekannt und wurde auch nicht in den Blocks ausgehängt. Immer stärker interessiert sich auch die Stadtpolitik für das Unternehmen. 

Von Henning Kobs

Notbehelfsmäßig konnten die Mieter das gebrochene Rohr reparieren. Eine Nummer für Notfälle gab es nicht und bei der Wohnungsverwaltung war niemand zu erreichen. Foto: Stefan Schmidt

Blick in die Kellerräumen Foto: Stefan Schmidt

Vorgestern kam es in der Völknerstraße 4 zu einem weiteren Rohrbruch in einem der vom Immobilienunternehmen Intown von der WGS gekauften Block. Schon in der vergangenen Woche hatte es einen Rohrbruch in der Keplerstraße 10 gegeben, der auch im Besitz der Intown-Gruppe ist.

Unter den angegebenen Rufnummern der Hausverwaltung war nach Angaben der Mieter niemand zu erreichen gewesen. Eine Notrufnummer war nicht bekannt, so dass die Mieter selbst Hand anlegen mussten und den Schaden behelfsmäßig beheben mussten. Die Stadtwerke mussten das Wasser abstellen.

Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschuss Stefan Schmidt (Die Linke) hatte sich noch am Abend vor Ort ein Bild von der Lage gemacht. Über die gegründete Mieterinitiative organisierte er umgehend Hilfe für die Menschen des Hauses.

Das Immobilienunternehmen steht seit einigen Monaten in der Kritik der Öffentlichkeit und der Stadtpolitik, da es immer wieder zu Problemen in den von Intown verwalteten Häusern kommt. So blieb im Winter mehrere Tage die Heizung kalt. Das Immobilienunternehmen hatte nach jedem Problem beteuert, die Kommunikation zwischen Mieter und Vermieter zu verbessern und mittelfristig ein Sanierungskonzept umzusetzen. Richtig zu greifen scheinen die Maßnahmen bisher nicht.

 

Intown beschäftigt die Ausschüsse der Stadtvertretung

 

Heute wird sich um 18.00 Uhr auch der Sozialausschuss der Stadtvertretung mit dem Thema Intown. Mit einem von den Fraktionen der SPD eingebrachten Antrag möchte die Fraktion erreichen, dass „der Oberbürgermeister und der Stadtpräsident beauftragt werden, schriftlich die Intown Wohnen Schwerin GmbH aufzufordern, zum einen die von den Mieterinnen und Mietern skizzierten Wohnverhältnisse zu verbessern und zum anderen die Stadtvertretung zum Modernisierungskonzept zu informieren.“ Nachdem der Antrag nun in den zuständigen Fachausschüssen beraten wurde, wird der Antrag auf die Tagesordnung der Stadtvertretersitzung gesetzt, die dann über diesen abstimmen wird. Wie aus Kreisen der Stadtvertretung zu hören ist, soll auch die Geschäftsführerin Manuela Langhammer in den Ausschuss geladen werden.

Weiter soll mit dem Antrag erreicht werden, dass weitere Verkäufe an das Unternehmen Intown Wohnen Schwerin GmbH durch die WGS in Zukunft ausgeschlossen werden. Inzwischen firmiert die Intown Wohnen Schwerin GmbH unter dem Namen „Projekt Wohnen Schwerin GmbH“.

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