Schwerin-Lokal

Norbert Klatt in die Rente verabschiedet

Schwerin, 01.09.2017 (red/pm). Gestern verabschiedete der Nahverkehr Schwerin (NVS) seinen langjährigen Geschäftsführer Norbert Klatt in den Ruhestand. 

Stadtpräsident Stephan Nolte und Oberbürgermeister Rico Badenschier überreichen Norbert Klatt ein Geschenk der Stadt Foto: maxpress

Gestern wurde der langjährige Chef des Nahverkehrs Schwerin (NVS), Norbert Klatt in den Ruhestand verabschiedet. Etwa 200 Gäste waren gekommen, um den dienstältesten Chef eines kommunalen Unternehmens zu verabschieden. Der Betriebshof in Haselholz bildete dazu gestern den Rahmen der Verabschiedung.

Insgesamt 22 Jahre war Klatt der Chef der Verkehrsbetriebe der Landeshauptstadt. Oberbürgermeister Rico Badenschier würdigte deshalb gestern noch einmal seine Verdienste um den Betrieb. „In seiner 22-jährigen Tätigkeit als Geschäftsführer hat er die Entwicklung des Schweriner Nahverkehrs zu einem leistungsfähigen und effizienten öffentlichen Verkehrsunternehmen maßgeblich geprägt. Die gestiegenen Fahrgastzahlen, die günstigen Tarife und der auf 3,9 Millionen Euro gesunkene Zuschussbedarf der Stadt für den öffentlichen Personennahverkehr in Schwerin sind ein großer Verdienst.“, so Badenschier.

 

Mit 38 Jahren NVS-Geschäftsführer

 

1983 – das Fernstudium zum Diplomingenieur für Kraftfahrzeugtechnik in Dresden war gerade zur Hälfte geschafft – wurde der gebürtige Schweriner nach Stationen im Vertrieb und in der Technologie des Busbereiches Chef der Ikarus-Busflotte mit 60 Fahrzeugen und 160 Mitarbeitern und damit zum jüngsten Abteilungsleiter in der größten Abteilung des Schweriner Verkehrsbetriebes. 1995 übernahm er mit 38 Jahren die Geschäftsführung des Schweriner Nahverkehrs, eines Unternehmens, das unter hohen Liquiditäts- und Investitionskrediten ächzte und dem die Stadt Zuschüsse in Höhe von 28 Millionen Mark zahlen musste. Sogar die Privatisierung stand im Raum. Der Schweriner Nahverkehr sollte mit dem Inkrafttreten des Landesgesetzes über den ÖPNV schon 1996 beweisen, dass er genauso effizient wirtschaften kann wie ein privates Unternehmen. Das verlangte harte Sanierungsschritte, zu denen auch der sozialverträgliche Personalabbau zählte.

„Norbert Klatt hat als Geschäftsführer gemeinsam mit seinem Leitungsteam Überblick, Ehrgeiz und Durchsetzungsvermögen bewiesen. Das Unternehmen ist heute schuldenfrei, die Bus- und Straßenbahnflotte auf dem modernsten Stand, die Infrastruktur von den Gleisen über die Fahrleitungen bis zum Betriebshof erneuert. Sie, lieber Herr Klatt, übergeben heute ein gut geführtes, erfolgreiches Unternehmen an ihren Nachfolger Wilfried Eisenberg. Darauf können Sie stolz sein“, so Badenschier.

 

Es ist schön etwas gemeinsam zu erreichen

 

Mit den Worten „Es ist schön, mit Menschen etwas gemeinsam zu erreichen, die Erfolge zu sehen und zu wissen, für wen man was macht“, verabschiedete sich Norbert Klatt in seiner Dankesrede an die Fahrgäste, die Mitarbeiter, an Verbände, Vertreter der Politik und der Stadtverwaltung, Fachämter, Ministerien und nicht zuletzt seine Familie. Besonders Spaß gemacht habe ihm an seiner Arbeit, technische, technologische, kaufmännische und finanzielle Herausforderungen in Einklang zu bringen und Lösungsansätze umzusetzen.

Anstelle von Blumen und Geschenken gab es Spenden für das Hospiz am Aubach. Diese sowie der Erlös aus dem Verkauf einer Chronik des Schweriner Nahverkehrs werden für den Springbrunnen vor der Terrasse im Innenhof verwendet.

Wilfried Eisenberg tritt die Nachfolge von Norbert Klatt ab  1. September als alleiniger Geschäftsführer an. Zuvor war er u.a. als Vorstand der Nahverkehrsunternehmen in Rostock und Bremen tätig.

 

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