Schwerin-Lokal

Schweriner Weihnachtsmarkt: Sicherheit wurde diesmal erhöht

Schwerin, 28.11.2017 (red/sr) Gestern wurde der Weihnachtsmarkt in Schwerin eröffnet. Erstmals rückte dieses Mal auch das Thema Sicherheit stärker in den Fokus als in den vergangen Jahren. Stadtverwaltung, Polizei und Veranstalter stellten gestern daher das Sicherheitskonzept vor. Von Stefan Rochow

 

Foto: Polizei Schwerin

 

Seit gestern ist auch in Schwerin der Weihnachtsmarkt wieder eröffnet. Anders als in den vergangenen Jahren, rückte diesmal vor allem der Sicherheitsaspekt in den Fokus der Organisatoren. Nach dem LKW-Anschlag auf dem Berliner Breidscheidplatz und die kürzlich erfolgte Festnahme eines Terrorverdächtigen hier in Schwerin, gehen Behörden, Organisatoren und die Menschen in der Stadt sehr viel sensibler mit dem Thema um. Auch wenn sich die Meldung des Recherchenetzwerkes, dass der  syrische Terrorverdächtige einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Schwerin geplant habe, im Nachgang als Falschmeldung herausgestellt hatte, lässt sich die Angst vor Terroranschlägen nicht einfach aus den Köpfen der Menschen verbannen. Gestern stellte Stadtverwaltung, Polizei und Weihnachtsmarkt-Veranstalter daher ein Sicherheitskonzept für den „Stern des Nordens“ vor.

 

Betonpoller und Feuerwehrautos sollen ungebetene Zufahrt auf den Markt verhindern

 

Die sichtbarste Neuerung in diesem Jahr sind sicherlich die Absperrungen der Zufahrtsstraßen an drei Stellen zum Weihnachtsmarkt. Zweimal am Südufer des Pfaffenteichs und einmal in der Schloßstraße versperren 2,2 Tonnen schwere Poller die Zufahrt auf das Gelände des Weihnachtsmarktes. Diese sind mit robusten Stahlseilen verbunden und sollen verhindern, dass Fahrzeuge nicht unkontrolliert auf den markt fahren können. Bei entsprechendem Bedarf kann der Weg dann für Rettungskräfte und dem Nahverkehr freigemacht werden. An drei weiteren Zufahrtsstraßen werden Fahrzeuge der Feuerwehr und Straßenverengungen zur Absperrung eingesetzt.

„Ich bin mir sicher, dass die Sicherheit auf dem Schweriner Weihnachtsmarkt gewährleistet ist. Wir haben alles getan, um den Schwerinern ein gutes Gefühl bei ihrem Besuch zu geben und die Zeit ohne Sorge zu genießen”, so Schwerins stellvertretender Oberbürgermeister Bernd Nottebaum gestern bei der Vorstellung des Konzepts.

 

Polizisten mit Maschinenpistolen nicht vorgesehen

 

Anders als im vergangenen Jahr nach dem Terroranschlag in Berlin, möchte die Polizei diesmal auf Polizei-Pa­t­rouil­lien mit Maschinengewehren verzichten. Trotzdem soll der Weihnachtsmarkt gesichert werden. „Wir als Polizei werden sichtbar präsent und ansprechbar sein. Zusätzlich sind Beamte in Zivil unterwegs, um Hinweisen nachgehen zu können. Wenn dazu noch jeder Gast mit offenen Ohren und Augen über den Markt geht und Hinweise an die Kollegen oder die Stadt weitergibt, können wir jederzeit reagieren”, so Polizeidirektor Lutz Müller bei der Vorstellung.

Wie viele Beamte in den kommenden Wochen zum Einsatz kommen werden, dazu wollte Müller gestern aus polizeitaktischen nichts sagen. Man habe allerdings einen Stufenplan, sodass man je nach Lage die Qualität und Quantität der Einsatzkräfte anpassen könne.

 

Mehrkosten nicht auf Händler und Verkaufspreise umgelegt

 

Auch der Weihnachtsmarktveranstalter hat sich in diesem Jahr noch einmal auf die besondere Herausforderung eingestellt. „Als Verantwortlicher für die Händler, habe ich natürlich alle Beteiligten noch einmal sensibilisiert. Wir haben unsere Hausordnung angepasst, um festzulegen, wie sich jeder zu verhalten hat. Über eine Lautsprecheranlage können im Ernstfall Durchsagen erfolgen”, so der Geschäftsführer der Schweriner Weihnachtsmarkt GmbH, Arno Teegen.

Das diese Maßnahmen einen erhöhten finanziellen und logistischen Aufwand darstellen, ist sicherlich die Kehrseite der Medaille. Teegen versicherte aber gestern, dass man die Mehrkosten nicht auf die Händler oder die Verkaufspreise umgelegt hätte.

 

Kommentare sind geschlossen

Fotogalerie

Anmelden | Entworfen von Gabfire themes