Schwerin-Lokal

Stellungnahme Berolina

Circus Berolina Berliner Straße 10 B 12529 Waltersdorf

An den Landrat Ludwigslust – Parchim
Herrn Rolf Christiansen

An die Oberbürgermeisterin der Stadt Schwerin
Frau Angelika Gramkow

Sehr geehrter Herr Christiansen,
Sehr geehrte Frau Gramkow,

hiermit möchte sich auch der Circus Berolina in die Beschwerdeführung
gegen Ihren, im Stadtrat erlassenen, Beschluss vom 25.01.2016
„Verbot für Circusse mit Wildtieren“ einreihen.

Auch der Circus Berolina wird gegen Ihren Beschluss Klage erheben und möchte sich vehement gegen die Behauptungen, wir seien Tierquäler verwahren.

Wir sehen den Beschluss als rechtswidrig an, da es in Deutschland ein rechtskräftiges Tierschutzgesetz gibt, dass allen Circusunternehmen das zur Schau stellen von Tieren ( Wildtiere ) unter Auflagen erlaubt. Dafür sind Genehmigungen mit Fachkundeprüfungsnachweisen zu erbringen.

Mit Ihrem Beschluss sprechen Sie allen dafür zuständigen Behörden, insbesondere den Amtstierärzten, ihre beruflichen Fähigkeiten ab, ihren Beruf gewissenhaft auszuüben.

In Deutschland gibt es eine handvoll Circusunternehmen, die solche Tierarten haben und kein Tierschutzverein, kein Tierpark, kein Reiterhof, noch irgendein anderes landwirtschaftliches Unternehmen steht so unter wöchentlichen amtstierärztlichen Kontrollen, gegen Gebühr versteht sich, wie der Circus.

Mit Ihrem Beschluss geben Sie selbsternannten Tierrechtlern und Organisationen wie PETA eine enorme Plattform und soviel Macht. Es wird ein Grundsatzurteil über Menschen gefällt, die Tag und Nacht für Ihre Tiere da sind, 7 Tage die Woche 365 Tage im Jahr an allen Sonn- und Feiertagen sich um ihre Tiere kümmern.

Ebenso wird uns und unseren Tieren die Nahrungsgrundlage entzogen, sollte dieses Verbot bestand haben.

Vergessen ist mittlerweile auch, dass vor einigen Jahren noch ein traditionelles Circusunternehmen bei verschiedenen Parteien eine willkommene Wahlkampfplattform war oder auch zu Stadtempfängen gerne mal ein Elefant, Kamel oder auch ein anderes Tier als Gast gebucht wurde.

All dass haben wir ( hier sprechen wir für alle Circusunternehmen ) gerne getan und auch nicht vergessen.

Dass uns das mal als Hetzkampagne seitens der Politik in Form eines Wildtierverbotes, was für uns gleich zusetzen ist, mit einem Berufsverbot, einholt, hätten wir uns in Deutschland nie vorstellen können.

2013 hat PETA 82% derer geretteten Tiere einschläfern lassen, insbesondere die sogenannten Haustiere wie Hund und Katze.

Die Begründung: „ Wir haben keine Alternative, uns fehlt der Platz“

http://www.petatotet.de/

http://www.huffingtonpost.de/nathan-j-winograd/unfassbar-peta-toetet-hei_b_4315080.html

http://www.sueddeutsche.de/panorama/vorwuerfe-gegen-tierrechtsorganisation-peta-toetete-zehntausende-tiere-1.1641764

Soll dies auch mit unseren Tiere gemacht werden?
Was wäre die Alternative für unsere Tiere?
Wo sollen sie hin?
Wie ernähren wir sie, solange sie noch leben?

Wir, die Circus-Menschen leben seit Generationen mit und für unsere Tiere, wir sind da hineingeboren und haben es über Generationen von unseren Ur-Großeltern, Großeltern und Eltern übernommen dies ist unser BERUF und unser LEBEN.

Der Circus Berolina ist ein alter „Traditioneller Circus“ in dem es schon immer Wildtiere wie Eisbären oder Tiger gab. wobei wir den Begriff „ Wild“ erst mal klären müssten.

Auch ein Haustiere wie „ Hund und Katze“ sind Wildtiere, sie stammen vom Wolf und Wildkatze ab. Sicher bei Hund und Katze handelt es sich um domestizierte Arten der früheren Wildform, jedoch ist der Wildtierinstinkt bis heute geblieben.

Was würden Sie sagen, wenn es ab morgen ein Gesetzt gibt, was jegliche Haltung von Haustieren verbietet und IHR Haustier muss in eine Auffangstation? Da kümmern sich dann fremde Menschen, ( oder auch nicht ) die Ihr Tier nicht kennen. Den kleinen Hund, den Sie schon als Welpen in Ihrem Heim aufgenommen haben, dem Sie mit viel Liebe ( setzen wir jetzt mal voraus ) und Zeitaufwand stubenrein erzogen haben.

Auch hier gehen wir mal davon aus das er „Sitz“ und „Platz“ beherrscht und nun ist es Ihnen verboten, dieses Tier weiter in ihrem Haus zu halten, denn es ist nicht artgerecht.

Wir können Ihnen jetzt schon versprechen dass dieser Zustand Sie an Ihre psychischen und physischen Grenzen ihrer Belastbarkeit bringt.

Unsere älteste Elefantendame ist 56 Jahre alt und genauso lange bei uns.
56 Jahre…wahrscheinlich älter als manch einer Ihrer Stadträte.

Wir haben klaglos akzeptiert, dass uns der Nachkauf solcher Tierarten untersagt wurde.
Jedoch sollten dann auch alle Tiere, die jetzt noch in den Unternehmen leben, auch das Recht haben für den Rest ihres Lebens in ihrem Zuhause leben zu dürfen.

Deshalb bitten wir Sie diesen Irrsinn schnellstmöglich zu beenden, und diese Hetzkampagne und Jagd auf uns Circusse zu beenden, damit wir und die Tiere in Ruhe und Frieden in unserem Zuhause leben können.
Lassen Sie uns unserer eigentlichen Arbeit nachgehen und nicht noch Nebenkriegsschauplätze eröffnen müssen.
Es ist momentan schwierig genug, auch als Großcircus, zu überleben.

Mit freundlichen Grüßen
Melanie Spindler

Presse und Öffentlichkeitsarbeit
circusberolina@yahoo.de

Berlin, den 03.03.2016


3 Kommentare für “Stellungnahme Berolina”

  1. […] diesen Link kann die ausführliche Stellungnahme des Zirkus abgerufen […]

  2. Ludwig Below

    Eine erfundene Tierrechtsideologie verwirrt Tierfreunde, die Medien und Politiker. Daher kann und darf ich nur hoffen, dass sich nicht alle Menschen von Tierrechtsorganisationen verführen lassen. Bitte machen Sie sich selbst ein Bild von der Tierhaltung im Zirkus. Aktuell sind ja Wildtierverbote das Zugpferd von Tierrechtlern. Ja, es gibt noch ca.30 Wildtiere, wie Elefanten und Nashörnern im Zirkus. Diese Tiere werden nahezu seit über 35 Jahren von Bezugspersonen im Zirkus versorgt. Und genau seit 35 Jahren kommen keine „Wildtiere“ aus den Ursprungsländern nach Deutschland, geschweige denn in einen Zirkus. Die älteren Elefanten erhalten schon heute, wie z. B. beim Circus Berolina ihr Gnadenbrot im zirkuseigenem Tierpark. Dort sind Elefanten zu sehen, die über 50 Jahre alt sind. Warum also ein Wiuldtierverbot, wo doch schon in wenigen Jahren kein „Wildtier“ in einem Zirkus reisen wird. Ganz einfach, weil nach dem ersten Verbot andere Verbote folgen können, wie z. B: die Trampeltiere oder Hunde. Nein, liebe Politiker und liebe Leser stimmen sie für tiergerechte und zeitgerechte Darbietungen in der ältetsten Kulturfom Deutschlands, dem Zirkus mit Tieren.

  3. Monika Götze

    Liebe Frau Spindler, Liebe Tierlehrer, LIebe Tierpfleger,

    ich hoffe ebenfalls das man in der Politik wieder Vernunft annimmt und wieder klaren Menschenverstand walten lässt .
    Die Gesetze und Auflagen hat man sich überlegt um den Tieren gerecht zu werden, das hat jeder der in dem Bereich arbeitet akzeptiert und richtet sich danach. Teilweise, wie einige Amtstierärzte bestätigt haben, werden diese Forderungen sogar weit mehr als nur erfüllt.
    Jetzt kommen Vereine daher die von sich selbst behauptet TierRECHT zu sprechen, es wird geklagt wegen des Selfies eines Affen, es wird geklagt gegen Gummifische im Wartezimmer, während man über 80% der selbst angeblich geretteten Tiere tötet oder töten lässt.
    Ich wünsche Euch allen ganz viel Kraft.

Kommentare sind geschlossen

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