Schwerin-Lokal

Welpe einfach vor die Tür gesetzt

Diese junge Polizistin hat sich des Welpen angenommen und ihm ein neues Zuhause gegeben Foto: Polizei Schwerin

Schwerin, 31.08.2017 (red/pol). Einen Welpen vor die Tür setzen, geht gar nicht. Vorgestern ist das leider in Schwerin passiert. 

 

Ein aufmerksamer Nachbar informierte am vorgestrigen Morgen die Polizei über einen Hundewelpen, der in der Carl-Moltmann-Straße seit einigen Stunden vor einer Haustür saß. Er selber hatte zuvor erfolglos versucht, Kontakt mit den Besitzern aufzunehmen.

Nach Prüfung der Gesamtumstände stellte sich heraus, dass der Welpe zu einem Mann gehört, der aufgrund eines Partnerstreits die Wohnung verlassen musste, den Welpen aber nicht mitnahm. Die Wohnungsinhaberin fühlte sich für den kleinen Hund nicht zuständig und setzte diesen vor die Tür. Die Beamten kümmerten sich um den Welpen und brachten ihn in das Tierheim Warnitz.

Ausgesetzte und vernachlässigte Haustiere, wie Hunde, Katzen etc. gehören leider immer häufiger zum Tagesgeschäft der Polizei. Oftmals wird die Polizei jedoch nur zufällig darauf aufmerksam. Es wäre wünschenswert, dass festgestellte Missstände schneller durch die Bevölkerung gemeldet wird. Im beschriebenen Fall wurde vorbildlich durch einen aufmerksamen Anwohner gehandelt. Tiere sind keine Gegenstände! Sie brauchen nicht nur Wasser, Futter und einen Schlafplatz, sondern auch einen fürsorglichen und verantwortungsbewussten Besitzer. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und zeigen Verantwortung, indem Sie auffällige Situationen melden und ausgesetzten oder vernachlässigten Tieren helfen.

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt! Tierquälerei ist strafbar!

Der ausgesetzte Welpe hat inzwischen ein neues Zuhause gefunden. Eine Polizistin hat sich des Kleinen angenommen und ihn zu sich nach Hause genommen. Es sei Liebe auf den ersten Blick gewesen.

 

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