Schwerin-Lokal

Wieder vermehrt Telefonbetrug in Schwerin

Schwerin, 10.08.2017 (red/pol). In den letzten Tagen ist es in Schwerin mehrmals zum Telefonbetrug mit Gutscheinkarten gekommen. Die Polizei warnt daher vor solchen Abzockmethoden.  

 

Polizeibericht Schwerin

 

Die Schweriner Polizei warnt vor einer Betrugsmasche, die im Moment wieder verstärkt in der Landeshauptstadt und der Umgebung auftritt. Dabei rufen Betrüger Menschen in Schwerin mit einer deutschen Vorwahl an. Nach Angaben der Polizei, kann es sich hier um eine gefakte Nummer handeln. Ein Fall von Call-ID-Spoofing, bei dem Telefonnummern generiert werden, die vorgaukeln zu einer Behörde, Unternehmen oder ähnlichem zu gehören. Die Angerufenen wird vorgegaukelt, dass sie bei einem Gewinnspiel gewonnen hätten.

 

700 und 900 Euro am Telefon erbeutet

 

Ein 63-jähriger Mann aus Lankow erhielt am letzten Freitag so einen Anruf. Eine weibliche Stimme sicherte dem Mann ein Gewinnversprechen von 46.900 Euro zu. Er müsste allerdings die Kosten für eine Sicherheitsfirma übernehmen, um den Geldtransport abzusichern. Die Bezahlung soll per Gutschein/Paysafecard erfolgen. Paysafecard sind Türöffner zu verschiedensten Anbietern im Internet und werden immer mehr als Zahlungsmittel eingesetzt.

Bei einem erneuten Anruf fragt dann jemand die Codes der Gutscheine ab, damit die angebliche Kofferübergabe eingeleitet werden kann, natürlich kommt es zu dieser nicht. Im Fall des Manne in Lankow erfolgte die Zahlung auf diesem Weg und er verlor bei dieser Betrugsmasche 700 Euro.  Bei einem weiteren Fall, der sich gestern zutrug, erbeuteten die Betrüger auf diesem Wege 900 Euro.

 

Die Polizei rät: Bei einem tatsächlichen Gewinn entstehen weder Kosten für Notar noch für eine Sicherheitsfirma, lassen Sie sich nicht in die Irre führen. Erwerben Sie keine Gutscheine um solche Summen zu begleichen, sobald ein Betrüger den Gutscheincode kennt, ist der Gutscheinbetrag wahrscheinlich bereits ausgegeben. Im Falle eines Anrufs – bitte das Telefonat beenden und eine Anzeige wegen versuchten Betruges bei der Polizei erstatten.

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