Schwerin-Lokal

Nahverkehr erhält einen neuen Geschäftsführer

Schwerin, 27.04.2017 (red/sr/pm). Nach dem freiwilligen Ausscheiden von Norbert Klatt war die Stelle des Geschäftsführers beim Nahverkehr Schwerin vakant. Nun gibt es eine Neubesetzung.

Bild: niteshift/Wikipedia

 

 

 

Der 49-jährige Diplomingenieur Wilfried Eisenberg wird neuer Geschäftsführer der Nahverkehr Schwerin GmbH (NVS). Die Aufsichtsräte von Nahverkehr und Stadtwerken folgten damit einem Vorschlag des Personalausschusses. „Wir hatten viele gute Bewerber. Das zeigt, dass Schwerin ein interessanter Arbeitsort und der Nahverkehr ein attraktiver Arbeitgeber ist. Wilfried Eisenberg kommt aus der Branche, hat Führungserfahrung und hat die Arbeit im Nahverkehr von der Pike auf gelernt. Deshalb ist die Wahl auf ihn gefallen“, erklärte NVS-Aufsichtsratschef Gert Rudolf.

 

Eisenberg wird ab September wieder alleiniger Geschäftsführer

 

 

Wilfried Eisenberg wird neuer Geschäftsführer des Schweriner Nahverkehrs.

Wilfried Eisenberg tritt die Nachfolge von Norbert Klatt an, der zum 1. September 2017 auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausscheidet. Zuvor war Eisenberg u.a. als Vorstand der Nahverkehrsunternehmen in Rostock und Bremen tätig.
Der neue Geschäftsführer wird seinen Dienst bereits am 1. Juli aufnehmen und ist ab September dann alleiniger Geschäftsführer. Der bisherige zweite Geschäftsführer, Christian Renk, wird das Unternehmen verlassen und sich anderen Aufgaben widmen. Damit wird auch der Grundsatzbeschluss der Stadtvertretung umgesetzt, dass die städtischen Gesellschaften und Betriebe nur einen Geschäftsführer haben sollen.

Berufung eines zweiten Geschäftsführers war eine „Lex Klatt“

 

Die Einsetzung eines zweiten Geschäftsführers war beschlossen worden, nachdem Klatt vorgeworfen wurde, beim Nahverkehr „Vetternwirtschaft“ zu betreiben. So waren mehrere Familienmitglieder des Geschäftsführers bei dem städtischen Verkekehrsbetrieb eingestellt worden, teilweise – so die Vorwürfe von Kritikern – ohne entsprechende berufliche Qualifikationen. Selbst ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten einer privaten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft kam damals zum Ergebnis, dass die Personalpolitik des Geschäftsführers fragwürdig war, empfahl aber trotzdem eine Vertragsverlängerung des Geschäftsführers.

Dass  auch Renk das Unternehmen verlässt und es nun mit Eisenberg wieder nur einen Geschäftsführer gibt, lässt erkennen, dass die Massnahme damals scheinbar nur eine „Lex Klatt“ gewesen ist. Es waren vor allem die damalige Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow von den Linken und die CDU-Fraktion in der Stadtvertretung, die sich öffentlich für Klatt stark gemacht hatten. Das Vertrauen in den bisherigen Geschäftsführer war dann am Ende aber wohl doch nicht so gross wie es nach außen den Anschein erweckte. Im Nachgang muss sich nun  mancher Akteur in dem damaligen Machtspiel um die Vertragsverlängerung von Norbert Klatt fragen lassen, ob die Bürger damals nicht Anspruch auf mehr Transparenz darüber gehabt hätten, was hier mit Steuergeldern in einem öffentlichen Unternehmen passiert?

 

„Wilfried Eisenberg kennt das Land Mecklenburg-Vorpommern und die künftigen Herausforderungen für unseren Nahverkehr. Damit ist ein nahtloser Übergang an der Spitze des Unternehmens gesichert und die Kunden können sich weiter auf einen gut aufgestellten Nahverkehr verlassen“, verspricht Oberbürgermeister Rico Badenschier.

 

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