Schwerin-Lokal

CDU-Sommertour:
Viele Anregungen und Herausforderungen

Schwerin, 31.08.2017 (red/sr). Bis letzten Montag war die CDU-Stadtfraktion für eine Woche auf ihrer traditionellen Sommertour. Am Ende standen viele Anregungen und klare Arbeitsaufträge für die kommenden Monate. Von Stefan Rochow

 

Die CDU-Fraktion im Werk der ZIM Flugsitz GmbH Foto: Dario Rochow | Schwerin-Lokal

 

In der vergangenen Woche begab sich die CDU-Stadtfraktion zum 10. Mal auf ihre alljährliche Sommertour.  Auf dem Programm standen Verbände, Vereine und Unternehmen.

Den Aufschlag machte das Straßenbauamt Schwerin. Mit Amtsleiter Thomas Taschenbrecker unterhielten sich die Kommunalpolitiker über die Themen nördliche Verlängerung der Ortumgehung, Ausbau der B 321 und den südlichen Anschluss an die Bundesautobahn 14. Für die Politiker Themen, die für den Ausbau des Wirtschaftsstandorts Schwerin ebenso wichtig sind wie für die Mobilität der Schwerinerinnen und Schweriner.

 

Schleifmühle als Teil des Schlossmuseums?

 

Beim Trägerverein der Schleifmühle in Schwerin traf sich die Fraktion mit dem Vorstand um zu besprechen, welche Möglichkeiten es gibt, die Schleifmühle in das zukünftige Stadtmuseums zu integrieren. Der Vereinsvorstand machte an diesem Tag der CDU-Fraktion deutlich, dass aufgrund er Altersstruktur des Vereins eine Lösung her muss, wenn es das Museum der Schleifmühle auch in Zukunft geben soll. In dem Gespräch wurde deutlich, dass das Stadtmuseum ein Projekt in kleinen Schritten ist und eine schnelle Umsetzung, zumindest aus Sicht der CDU, nicht umsetzbar ist. Als Alternative zur Integration in das Stadtmuseum wurde auch die Möglichkeit einer Aufnahme in das Schlossmuseum diskutiert. Als Teil der Stadtgeschichte, aber auch der mecklenburgischen Geschichte, wäre so eine Lösung durchaus bedenkenswert. Die Fraktion versprach die Prüfung so einer Möglichkeit, die aber nicht in kommunaler Verantwortung liegen könne, da das Land Mecklenburg-Vorpommern Träger des Schlossmuseums ist.

 

In Schwerin gute Bedingungen vorgefunden

 

Beim gerade erst im März eröffneten Werk der ZIM Flugsitz GmbH im Industriepark Schwerin informierte sich die Fraktion bei einer Betriebsbesichtigung über das Angebot des Unternehmens. Werkleiter Eike Klemkow verschaffte der Fraktion einen Eindruck von den modernen Produktionsstätten und Arbeitsplätzen. Mit dem zweiten Werk, das im Moment in Schwerin ebenfalls geplant ist, wird sich die Produktionskapazität noch einmal mehr als verdoppeln. Die Geschäftsleitung sieht darineine Stärkung des Hauptsitzes in Markdorf, der zunächst entlastet und langfristig gesichert wird. Gebaut wurde unter modernen und ökologischen Aspekten.

Eike Klemkow machte deutlich, dass das Unternehmen in Schwerin gute Bedingungen vorgefunden hat. So habe man schnell gute Mitarbeiter finden können und auch einen gut Anlauf in den ersten Monaten nehmen können.

 


Beim ZGM, dem Zentralen Gebäudemanagement der Landeshauptstadt, machte sich die Fraktion ein Bild über die aktuellen Projekte und Herausforderungen im kommunalen Betrieb.

 

Weitere kommunale Betriebe, die in diesem Jahr Ziel der Sommertour waren, sind der Nahverkehr Schwerin und die Wohnungsbaugesellschaft (WGS) gewesen. Auch hier standen aktuelle Projekte und Wünsche an die Stadtpolitik auf der Gesprächsliste. Der Nahverkehr berichtete hier über Pläne, in einem Versuchsprojekt E-Mobilität auf Schwerins Straßen auszuprobieren. Ein Versuchsprojekt ist hier in der konkreten Planung. Der neue Geschäftsführer Wilfired Eisenberg hat sich in der Vergangenheit immer wieder mit dem Thema E-Mobilität im ÖPNV beschäftigt. Diese Erfahrung wird er nun in seine neue Position einbringen.

 

Zu Besuch beim Nahverkehr (NVS) Foto: Dario Rochow | Schwerin-Lokal.de

WGS auf einem guten Weg, aber nicht über den Berg

 

Die Wohnungsbaugesellschaft gab einen Überblick über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. So wurde deutlich, dass sich das Unternehmen stabilisieren konnte. Trotzdem sind noch viele Anstrengungen nötig, damit das Unternehmen wieder auf gesunde Füsse gestellt werden kann. WGS-Geschäftsführer Thomas Köchig hat hier in den letzten Jahren mit seinen Mitarbeitern einen erfolgversprechenden Weg eingeschlagen. Diesen nun beharrlich fortsetzen zu können, dafür wünscht er sich die Unterstützung der Stadtpolitik. Köchig machte auch im Hinblick auf die Diskussion über den Verkauf von Wohnungen an Intown deutlich, dass es damals keine Alternative zu einem Verkauf gegeben hat. Die Alternative wäre die Insolvenz der Wohnungsbaugesellschaft gewesen. Weitere Verkäufe seien aber nicht geplant.

 

Viele Anregungen für die Arbeit mitgenommen

 

 

Weitere Stationen der Sommertour waren Frühe Hilfen und das Café Fun der Arbeiterwohlfahrt in Lankow, die Kita Future Kids im Mueßer Holz, das Institut für Forschung und Bildung (BiLSE) in der Innenstadt, die Tief- und Kulturbau GmbH und die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit Lewenberg.

 

Im Gespräch mit dem Vorstand des Trägervereins der Schleifmühle Schwerin Foto: Dario Rochow | Schwerin-Lokal.de

 

„Für uns war es eine gute Gelegenheit, sich einmal intensiver mit den unterschiedlichen Themen zu beschäftigen“, sagt Fraktionsvorsitzender, Sebastian Ehlers. Man habe hinter die Kulissen schauen können und die unterschiedlichsten Herausforderungen der einzelnen Stationen aufnehmen können. Für Ehlers hat die Tour gezeigt, dass es in Schwerin „viele Perlen“ gibt, über die manchmal in der tagtäglichen politischen Auseinandersetzung viel zu wenig gesprochen wird. Man habe viele Anregungen aus der Tour mitgenommen, die man nun in Ruhe auswerten wolle. „In den nächsten Monaten wird die Fraktion nun an der der Abarbeitung arbeiten“, ist sich Sebastian Ehlers sicher.

 

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